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Schulmediation

Ansprechpartner

Klaus Grüninger

Diplom - Psychologe

Konflikte gehören zu unserem Leben

Sie sind ein wichtiges Signal, dass etwas nicht stimmt und verändert werden muss. Sie bieten eine Chance zur Entwicklung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen. Nicht der Konflikt ist das Problem, sondern die Art und Weise, wie damit umgegangen wird.

Was ist Mediation?

Wörtlich übersetzt bedeutet Mediation "VERMITTLUNG". Gemeint ist die Vermittlung in Konfliktfällen durch unparteiische Dritte, die von beiden Konfliktparteien akzeptiert werden. Die Mediatoren helfen den Streitenden, eine einvernehmliche Lösung ihrer Probleme zu finden. Das Ziel ist eine Einigung, die von allen Parteien mitgetragen und umgesetzt wird.

Wer profitiert von der Streitschlichtung?

- Gewinn für die Schülerinnen und Schüler -

Die Kontrahenten haben erlebt, dass ein Konflikt gewaltfrei gelöst werden kann. Neue Konfliktlösungsmuster werden erprobt. Keiner hat verloren. Es wird nicht an Rache gedacht. Soziale Kompetenzen werden erweitert. Das Selbstbewusstsein der Schüler wird gestärkt.

- Gewinn für die Lehrerinnen und Lehrer -

Sie werden bei leichten und mittelschweren Konflikten zwischen Schülern entlastet. Der Unterricht kann störungsfreier ablaufen. Die Beziehung zwischen Schüler und Lehrer verläuft positiver.

- Gewinn für die Schule -

Das Schulklima verbessert sich. Das Gewaltpotential wird vermindert. Die Eskalation von Gewalt wird verhindert - Schüler schlagen sich seltener.

Die Ausbildung zum Konfliktlotsen

In der interessierten Schule wird von 2 Trainern eine Gruppe von 12 bis 15 Jugendlichen und ein bis zwei Lehrkräften ausgebildet. Teilnehmen können Schüler und Schülerinnen ab der 7. Klasse. Die Ausbildung umfasst etwa 30 Stunden und kann als Projektwoche oder fortlaufende AG gestaltet werden. Nach der Ausbildung, finden regelmäßige Treffen statt, in denen die Erfahrungen, Probleme und Organisation besprochen werden. Auch hierbei stehen die Trainer anfangs unterstützend zur Verfügung.

Voraussetzungen

Eine gute Verankerung innerhalb der Schule ist notwendig für den Erfolg des Konzepts. Das setzt voraus, dass Schüler, Lehrkräfte und Eltern umfassend informiert werden, z.B: im Rahmen von Studientagen, Projekttagen, Gesamtlehrerkonferenz, Treffen des Schulelternbeirats und der Schülermitverwaltung. Darüber müssen sich alle Beteiligten einig sein:

  • Mediation hat Vorrang vor anderen (sanktionierenden) Maßnahmen
  • Die Konfliktlotsen werden für die notwendige Dauer der Mediation vom Unterricht freigestellt
  • Die Inhalte der Konfliktgespräche dürfen nur mit Einverständnis aller betroffenen Parteien nach außen weitergegeben werden
  • Räumlichkeiten und notwendige Ausstattung werden von der Schule zur Verfügung gestellt